Slowenien

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Grün, so weit das Auge reicht – das ist Slowenien, unser 18. Land. Hügel, ähnlich denjenigen des Emmentals, ziehen sich bis an den Horizont, glasklare Flüsse plätschern dazwischen. Vieles erinnert an die Schweiz, und doch gibt es genug Neues zu entdecken.

Slowenien überzeugt uns mit seiner wunderbaren Natur, der Sauberkeit, wie wir sie schon lange nicht mehr gesehen haben, und seinen vielen schönen Plätzchen zum Verweilen. Die Fahrten durch Hügel und an Flüssen entlang sind fantastisch und immer wieder müssen wir anhalten, um ein Foto zu machen.

In einem Vorort von Ljubliana, der Hauptstadt, treffen wir Freunde, die wir im Iran kennengelernt haben. Wir dürfen für ein paar Tage bei ihnen wohnen und kommen so in den Genuss des Insiderwissens der Slowenen. Sie verraten uns die besten Routen, die schönsten Plätze und die tollsten Aussichten und teilen auch den besten Wein mit uns. Montags machen wir uns auf, eine der vielen Höhlen Sloweniens zu besichtigen, die Skocjan-Höhle. Der Fluss Reka hat sich hier durch den Untergrund gefressen und eine fantastische Höhle hinterlassen: Wir können uns nicht erinnern, jemals zuvor in einer so grossen Höhle gewesen zu sein. Die grösste der Kammern ist 120m lang, die höchste über 100m hoch. Leider ist das Fotografieren verboten und so heisst es: „Nume mit de Ouge luege“. Mannshohe Stalagmiten und Stalaktiten ragen in die Dunkelheit, der Weg ist glitschig. Gut 1,5h sind wir im Höhlensystem, bevor wir wieder ins strahlende Sonnenlicht treten und uns verwundert die Augen reiben – sind wir wirklich vorhin gerade 170m unter der Erde gewandelt?

Am selben Tag besichtigen wir das auf dem Weg liegende Dörfchen Lipica, welches die bekannten Lipizzaner-Pferde beheimatet (leider sehen wir sie nur aus der Ferne), sowie das in Felsen gehauene Schloss Predjama.

 

Die Blätter der Wälder färben sich schon bald bunt, eine leise Erinnerung daran, dass auch unsere Reise nur noch einige wenige Tage andauert…

 

Nach dem Einblick in die Natur bekommen wir Dienstags die Hauptstadt Sloweniens zu sehen. Mit etwa gleich vielen Einwohnern wie die Stadt Bern ist Ljubliana übersichtlich und gerade darin verbirgt sich auch ihr Charme. In den letzten Jahren wurde viel in Restaurationsarbeiten investiert, folglich strahlen die alten Häuser in allen Farben. Die gemütliche Atmosphäre gefällt uns sehr. Unsere Freunde führen uns auch hier zu den schönsten Plätzchen und mittags setzen wir uns an die frühherbstliche Sonne und geniessen das Essen des „Food-markets“.

Viel zu schnell vergeht unsere gemeinsame Zeit und wir müssen Abschied nehmen. Die folgenden zwei Tage verbringen wir am etwas mehr nördlich gelegenen Bohinj-See, dessen glasklares Wasser uns zum Staunen bringt. Vom Campingplatz aus entscheiden wir uns, unserer Liste an Verkehrsmitteln dieser Reise noch eines hinzuzufügen: Die Seilbahn bringt uns rasant hinauf ins Skigebiet, welches natürlich momentan keinen Schnee hat. Von dort aus geniessen wir eine kleine Wanderung mit herrlichem Blick auf die umliegenden slowenischen Alpen sowie den See.

Morgen gilt es nun wirklich ernst. Eine Nacht werden wir noch in Österreich verbringen, eine in der Ostschweiz, bevor wir am Sonntag vor unserer Haustür ankommen. Drei Tage Fahrt, die letzten 800 km – ein eigenartiges Gefühl. Wie wir unsere Heimkehr erlebt haben, werden wir nächste Woche mit euch hier teilen.


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