header_07

26.06.2015

Kanada: Ontario

Mit schönen Erinnerungen und bei strahlendem Wetter verlassen wir Québec City. Es warten spannende Tage in der Natur auf uns, doch davon wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nichts.

Einmal aus dem Zentrum der Stadt hinausgefahren, folgen wir einer schönen Route, die uns entlang kleiner Dörfer führt. Bald schon wird die Umgebung ländlich. Uns gefallen vor allem die alterwürdigen Häuser, aus Holz gebaut, alle in etwas anderem Stil und doch gesamthaft stimmig. Wie meist wenn wir unterwegs sind, decken wir uns in einem Supermarkt mit Picknicksachen ein, so viel unser Topcase halt tragen mag und sind dann weitgehend unabhängig. Ab und zu gehen wir natürlich dann doch Pancakes essen, wie es sich für Kanadier so gehört.

Um die Grossstädte herum quälen wir uns durch die alle gleich aussehenden Weder-Dorf-noch-Stadt Ortschaften, anonym, nicht besonders hübsch anzusehen und immer mit den gleichen Fastfoodketten im Zentrum.

Die beiden Grossstädte Montréal und Ottawa wollen wir umfahren, doch so einfach ist das nicht. Aus der Zivilisation heraus kommen wir erst einige Kilometer später. Vorher quälen wir uns durch die scheinbar alle gleich aussehenden Weder-Dorf-noch-Stadt Ortschaften, anonym, nicht besonders hübsch anzusehen und immer mit den gleichen Fastfoodketten im Zentrum. Obwohl es hier möglich zu sein scheint, dass sich jeder seinen individuellen Wohntraum erfüllen kann (oft reicht das dann halt nicht zu mehr als einem Haus mit Plastikfassade), finden wir, etwas mehr Regulation wäre hier nicht fehl am Platz gewesen. Auch etwas mehr raumplanerische Weisheit hätte wohl noch so manchen Ort vor seiner völligen Zersiedelung bewahren können.

Ebenfalls aufgrund dieser weitläufigen Zersiedelung ist es in der ersten Nacht schwierig, ein Zeltplätzchen in der Wildnis zu finden und wir entscheiden uns für einen offiziellen Campingplatz, von wo aus wir am nächsten Tag dann endlich in die Natur starten. Die grossen Wohnmobile der Kanadier, darüber gäbe es noch einige Worte zu verlieren. Sie sind meist nicht kleiner als 10-12 Meter und tragen Namen wie: Wildcat, Arctic Fox, Summerbreeze oder Sunseeker. Sehen wir sie dann in einer Reihe auf dem Campingplatz stehen (meist stationär für das ganze Jahr), hinter Gittern in Form von weissen Gartenzäunen mit Windrädern und Zierpflanzen bestückt, müssen wir doch manchmal etwas schmunzeln. Andererseits sind wir natürlich auch froh, dass nicht alle diese monströsen Fahrzeuge die Strassen Kanadas verstopfen...

Das Wetter meint es gut mit uns in diesen Tagen. Strahlend blauer Himmel und die wärmende Sonne begleiten uns durch verschiedene Naturpärke. Hier reiht sich See an See, von jedem könnte man ein Foto machen (wir geben es auf, irgendwann). Doch weil Sonntag ist, ist die Strecke doch recht befahren und wir ziehen uns bald in unser Zelt zurück - nun wieder in der Wildnis. Nach einer Nacht, die unser Zelt auf seine Regensicherheit testet, wartet endlich eine wenig befahrene Strasse mitten in der Natur auf uns. Die nächste Tankstelle ist über 100 Km weit entfernt, so sorgen wir vor (dank einem Päckli aus der Schweiz haben wir zu diesem Zweck auch wieder 2 Kanister - Danke Erich!). Und die Wildnis zeigt sich uns von seiner schönsten Seite. Joséphine, auf dem Rücksitz auf Beobachterposition, ruft schon bald einmal: „Bär!“. Und tatsächlich, ein Schwarzbär bestaunt uns, keine 10m von uns entfernt. Erst als sich der Busch rührt, bemerken wir die 3 kleinen Bärchen, keine 30 cm gross, mit seidig schwarzem Fell. Nun wittert die Bärenmutter Menschengeruch und die kleine Familie trollt sich - die Jungtiere tollpatschig hinter der Mutter her tapsend. Gerührt und ehrfürchtig geniessen wir diesen einzigartigen Moment.

Keine Stunde später dann der Ausruf von Simon: „Moose!“ Und tatsächlich, ein Amerikanischer Elch steht im Unterholz. Er wirkt relativ unbeeindruckt von unserer Gegenwart, so können wir wenigstens diese Begegnung mit einem Foto festhalten. Er ist nicht der letzte Moose, den wir an diesem Tag sehen. In der Abendsonne erblicken wir noch einmal 2 von diesen schönen Tieren.

Es ist nicht jeden Tag so, dass wir so viele Tiere sehen. Dann geniessen wir um so mehr die Landschaft um uns herum oder aber amüsieren uns über die Schilder am Strassenrand, die immer vor grösseren Ortschaften auftauchen („Daniel‘s Motel: very very clean!!!“, „White River. Population: 1‘000“, „Danny‘s Perfect Pizza Always“ etc.)

Ebenfalls in diesen Tagen auf dem Programm steht eine schöne Schlucht und der Wasserfall von Aguasanbon, sowie ein 150m tiefer Canyon in Ouimite Park. Kurz darauf erreichen wir dann auch bereits Thunderbay, wo wir wiederum Freunde treffen werden.

logo small
01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
logo small
play
←   zurück ←   back
nav_left_icon
↑   nach oben   ↑ ↑   to top   ↑
nav_up_icon
weiter   → next   →
nav_right_icon