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18.06.2013

Oman: Tradition und Moderne

Nicht ohne Grund heisst das Meer hier Golf von Oman. Die See hat in den zwei Städten Muscat und Sur einen tragenden Rolle: Ist Muscat heute der wichtigste Hafen des Landes werden in der kleinen Küstenstadt Sur noch heute wie vor hundert Jahren wunderschöne hochseetaugliche Segelschiffe aus Holz gebaut.

Innerhalb eines halben Jahrhunderts hat sich im Oman das Leben komplett verändert.

In Muscat, der Hauptstadt des Omans, liegen Tradition und Moderne nahe bei einander. Wir haben wieder einmal das unglaublich grosse Glück durch Couchsurfing unseren neuen Freund Ram kennen zu lernen. Wir dürfen in seinem Zuhause unsere Rastas wieder in Ordnung bringen - so nach drei Tage Camping in der Wüste sind wir doch froh, mal wieder eine anständige Dusche zu haben. Ram macht sich eine Freude daraus uns seine Stadt zeigen zu dürfen. So legen wir bereits am Tag darauf los und spazieren an der Promenade entlang in Richtung Souq, wie die arabischen Markthallen genannt werden. Die gewieften Händler verkaufen hier jede Menge Krimskrams. Im angrenzenden wunderschönen traditionellen Gebäude schauen wir uns die in einem Museum zusammengefassten traditionellen Haushaltsgegenstände an. Innerhalb eines halben Jahrhunderts hat sich hier das Leben komplett verändert. Zwar noch immer ein Sultanat und von einem alleinigen Herrscher regiert, verfolgt dieser doch einen Reformkurs und hat sein Land mit Hilfe der Ölgeldern zum Florieren gebracht. Dies zeigt sich im neuen Stadtteil eindrücklich: Moderne Autobanen verbinden die Bezirke, grosse Shoppingmalls und Restaurants sind allgegenwärtig und natürlich fährt auch hier jeder ein möglichst grosses Auto. Im alten Stadtteil sind die Gassen eng, die Häuser simpel und das Leben scheint ein Stück langsamer zu ticken.

Nicht zu trennen mit dem Land ist die Religion. Allgegenwärtig sind die Moscheen mit den Minaretten über welche der Muezzin zum Gebet aufruft. Die grösste Moschee des Landes, treffenderweise „Grand Mosque“ genannt ist ein wunderschönes Beispiel von einer gelungenen Symbiose zwischen neuer und traditioneller Architektur. In der Haupthalle befindet sich der grösste Perserteppich der Welt: Mit 60 auf 70m bedeckt der wunderschön verzierte Teppich den Boden der Hauptgebetshalle.

Zusammen mit Ram machen wir auch eine Schnorchel-Tour und sehen unterwegs nochmals eine noch grössere Schule von Delfinen. Drei wunderschöne Tage verbringen wir in Muscat bis wir uns von unserem neuen Freund verabschieden und uns entlang der Küste in Richtung Sur aufmachen.

Unterwegs machen wir Mittagspause im Wadi Tiwi, eine wunderschöne Flussoase mitten im schroffen Gebirge. Im Schatten eines Busches zu sitzen und sich von Zeit zu Zeit im kühlen Nass erquicken zu können gehören eindeutig zu der schöneren Seite der Wüste.

Sur ist eine kleine verschlafene Küstenstadt im omanischen Golf. Einst eine grosses Handelszentrum und sicherer Hafen durch die natürliche Lagune, ist in der Stadt heute nur noch wenig los. Umso charmanter sind die von der Wüstensonne gezeichneten weissen Häuser, der Leuchtturm der den Eingang zum alten Hafen weist und die zwei Forts die diese einst wichtige Stadt von Beduinenstämmen beschützen sollten. Ein traditionelles Handwerk wird hier nach wie vor gepflegt: Mit grosser Sorgfalt werden hier Dows, hochseetaugliche Holzboote, gebaut. Nach wie vor wird das meiste in Handarbeit gemacht und jedes Boot wird durch die filigranen Verzierungen ein Kunstwerk.

Morgen verlassen wir die Küstenregion und werden unseren nächsten Halt in der Oasenstadt Nizwa machen.

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