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14.08.2013

Rumänien: Historisches Transsylvanien

Die Zeit vergeht und wir bereisen ein weiteres Land in Osteuropa: Rumänien. Während unseren Erkundungsfahrten durch Transsylvanien erscheint uns die Landschaft wie im Emmental und die Mittelalterlichen Städte und Kirchen haben so einiges Erkundungspotential.

Schnell wird uns der deutsche Einfluss bewusst: Die Altstädte erinnern an deutsche Städte und die meisten Ortschaften haben zwei Namen.

Das Überqueren von Grenzen ist in Europa frappant einfacher geworden. Die Ausreisenden kümmern die Beamten wenig und bei der Einreise brauchen wir meistens nur einfach kurz unseren Pass zu zeigen. So überqueren wir die Donau, die hier auch die Grenze zwischen Bulgarien und Rumänien bildet, über eine Brücke die mit ihren monumentalen Pfeilern an vergangene glorreiche Zeiten erinnert. Ein kurzer Blick bestätigt uns, jawohl gebaut in den 50ern, also von den Sowjets. Die Grossstadt Bukarest umfahren wir grosszügig und suchen auf kleinen Strassen unseren Weg durch Felder, Wälder und kleine Dörfer. Schon bald erreichen wir den Gebirgszug der Südkarpaten und überqueren und geniessen die historische Passstrasse Transfagarasan um dann in Sibiu, auch Herrmannstadt genannt, unser Lager aufzuschlagen. Schnell wird uns der deutsche Einfluss bewusst: Transsylvanien, oder auf Deutsch Siebenbürgen, wurde von den Deutschen ab dem 12. Jahrhundert kolonialisiert. Die mittelalterlichen Altstätten, meist sehr gut er- und unterhalten, erinnern dann auch an deutsche Städte und die meisten Ortschaften haben zwei Namen.

Sibiu’s charmante Innenstadt fasziniert uns mit ihren schönen Kirchen und Basilika. Mehrere Ringe von Stadtmauern sollten anno dazumal die Türken von der Invasion abhalten. Die mittelalterlichen Häuser sind zwar renoviert aber lassen noch viel von der alten Bauweise erkennen. Besonders faszinierend sind die „Augen“ in den Dächern. Die kleinen Fenster sollen ein wenig Licht in die oberen Stockwerke bringen. Wir schlendern durch die Gassen, geniessen den guten Kaffee und nutzen die fotogenen Ecken der Stadt.

Auf dem Campingplatz ein wenig ausserhalb von Sibiu haben wir unser Lager aufgeschlagen und machen von dort aus zwei weiteren Erkundungstouren. Das Schloss Bran etwa 100km östlich wurde in ein Museum verwandelt. Eine Rumänische Prinzessin wohnte hier bis anfangs des 20. Jahrhundert. Obwohl viel zu touristisch wirkt das Schloss doch imposant oben auf einem Felsen stehend und bewachte einmal den Eingang zu einem wichtigen Passes. Unsere andere Tour führt uns nach Sigisoara, knapp 100km nordöstlich von Sibiu. Die mittelalterliche Zitadelle fasziniert mit ihren Kirchen und alten Handelshäusern. Unterwegs besuchen wir noch zwei gut erhaltene befestigte Kirchen. Jawohl, sogar um eine Kirche haben sie hier eine Befestigungsmauer gebaut. Da sie sich abseits von der Hauptstrasse in kleinen Dörfern befinden, haben sie einen sehr authentischen Charakter. Den Blick vom Kirchenturm aus über die alten Dächer schweifend fühlen wir uns schon ein wenig in vergangene Zeiten zurückversetzt.

In der Region soll die literarische Figur Dracula gelebt haben. Die mittelalterlichen Städten, all die mystischen Kirchen und dunklen Wälder und die Legende, dass es hier Vampire geben soll machen diese Region zu einer etwas zwielichtigen Gegend. Wie der Zufall es so will, ist in der Zeit wo wir in Sibiu sind auch ein Gotikmetal Festival und erst beim zweiten Blick auf eine mit einer Schlinge um den Hals an einem Baum hängenden Puppe macht uns klar, dass dies eine Werbung für ein Vollmond Horrorfilmfestival sein soll. Sachen gibt’s…

Unsere letzte Station in Rumänien ist Timisoara. Die Stadt liegt bereits ziemlich nahe an den Grenzen zu Ungarn und Bosnien. Die barocken Gebäude der Altstadt erinnern ein wenig an Wien. Wir haben das Glück über Couchsurfing eine junge wunderbare Familie kennen zu lernen und haben so die Chance einen Einblick in das Rumänische Leben zu bekommen. Ihre herzigen zwei Kleinkinder haben wir augenblicklich in unsere Herzen geschlossen. Wir geniessen die Gemeinschaft, diskutieren über jenste Themen, essen feines traditionelles Essen und trinken guten Rumänischen Wein.

Von Timisoara aus geht es morgen früh weiter quer durch Serbien nach Bosnien Herzegowina.

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