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10.01.2013

Kambodscha: Im Süden

Von Phnom Penh geht’s mit Julia und Tim weiter Richtung Süden, dahin, wo der Pfeffer wächst: etwa 20 Km vom Meer entfernt liegt das Städtchen Kampot, das sich hervorragend für ein paar gemütliche Tage eignet.

Die Fahrt von Phnom Penh nach Kampot ist zuerst etwas staubig, danach entpuppt sie sich als wunderschön: durch braungrüne Felder (Trockenzeit) mit vielen Palmen führt eine angenehme Strasse. Unser Blick bleibt immer wieder an den einfachen Holzhäusern hängen: Ähnlich wie in Laos sind sie auf Stelzen gebaut, doch die Dächer sind mit filigranen Figuren verziert und Leisten voller Schnitzereien zieren ihren untersten Teil. Mal taubenblau, mal tannengrün oder rostrot leuchten sie in der kargen Landschaft.

Die gemütliche Terrasse direkt am Fluss ist ein guter Platz, um stundenlang zu lesen, Musik zu hören oder zu plaudern.

Ein einfaches Bambus-Bungalow wird in Kampot zu unserem Zuhause auf Zeit. Es steht auf Stelzen, der Grundriss ist kaum grösser als das Bett und der angenehm kühle Wind weht durch alle Ritzen. Nachts hört man die Zikaden zirpen und die Geckos keckern, wenn nicht gerade im Nachbarsdorf eine Hochzeit stattfindet, welche einem unfreiwilligerweise einen Karaoke-Ohrenschmaus (bzw. –Graus) bietet. Allerlei spannende Nachbarn besuchen uns hier: grosse Geckos, Spinnen, sogar eine kleine, ungefährliche Schlange. Die gemütliche Terrasse direkt am Fluss ist ein guter Platz, um stundenlang zu lesen, Musik zu hören oder zu plaudern. Gemeinsam mit Julia und Tim schlendern wir auch durch das Städtchen mit seinen vielen charmanten Ecken aus Kolonialzeiten, trinken Kaffee oder machen mit gemieteten Kajaks eine kleine Tour flussaufwärts.

Die Tatsache, dass Kampot das Zentrum feinsten Pfeffers ist, lässt erahnen, warum wir in diesen Tagen nie hungrig sind: das Essen ist schlicht fantastisch gewürzt!

Als wir uns überlegen, noch einige Tage ins südlicher gelegene Kep am Meer zu fahren, rät uns der Inhaber unseres Bungalows, stattdessen der Rabbit Island einen Besuch abzustatten. Diese kleine Insel liegt rund 5 Km von der Küste von Kep entfernt und ist meist nur von Tagestouristen besucht. Bereits am nächsten Tag bringt uns ein kleines Boot auf die Insel, wo wir friedliche zwei Tage verbringen. Zu Fuss ist die Insel innerhalb von 2.5 Stunden umrundet, ein paar Fischerhäuser sowie einige Bungalows bieten den wenigen Besuchern und Bewohnern Platz, Strom gibt es nur zwischen 19 und 22 Uhr, Internet natürlich keines. Die Natur ist vielfältig: auf unserem Inselrundgang entdecken wir wunderschöne Schmetterlinge, dichten Dschungel und einen kleinen Mangrovenwald. So blau wie das Meer ist, ist der Wald grün. Zuoberst auf dem Hügel steht ein alter Bunker der Khmer Rouge aus Kriegszeiten, von welchem aus die umliegenden Inseln beobachtet werden können.

Viele Hängematten laden zum faulenzen ein und die zwei Tage fliegen dahin, zeitlos und ihm Rhythmus der Natur, bzw. der Hühner und Hähne, die einem am Morgen pünktlich mit liebevollem Gegacker wecken. Rabbit Island – wir nehmen etwas von deiner Ruhe mit, während wir in nächster Zukunft die vielbesuchten Tempel von Angkor Wat besuchen!

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