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13.01.2013

Kambodscha: Tempel von Sambor Prei Kuk

Kambodscha ist reich an Tempeln. Während des Pol Pot Regimes wurde ein Grossteil von ihnen zerstört und erst in den letzten Jahren wieder aufgebaut. An einigen Orten jedoch findet man auch sehr alte Tempelstätten – eine davon haben wir bereits besucht, die bekannteste kommt erst noch.

Nach einem erfolgreichen Zwischenstopp in Phnom Penh – wir konnten unsere Visa für Indien abholen! – fahren wir Richtung Westen. Etwas ausserhalb vom Städtchen Kampong Thom stehen in einem Wald rund 100 Tempel aus dem 7.-9. Jahrhundert, welche wir uns anschauen möchten. Da diese Tempel älter sind als Angkor Wat (präangkorianisch), ist es eine gute Vorbereitung, hier vorbeizuschauen.

Als die Teerstrasse von einer Staubstrasse abgelöst wird, ahnen wir, dass wir bei der Tempelanlage Sambor Prei Kuk nicht allzu viele Touristen antreffen werden. Das kleine Häuschen mit dem Wegweiser „Ticket“ hätten wir beinahe verpasst. Kurz darauf parkieren wir die Transalp mitten im lauschigen Wald, wo auch ein paar einfache Bambusrestaurants auf Gäste warten.

Wir geniessen die friedliche Stimmung zutiefst.

Auf schmalen Sandwegen spazieren wir in den nächsten Stunden durch die erstaunliche Tempelanlage, welche aus drei Komplexen mit je einer Mauer rundherum besteht. Erst vor wenigen Jahren wurde begonnen, die Tempel zu restaurieren – einige sind über die Jahre fast vollständig zusammengebrochen, andere sind noch intakt. Die Backsteinbauten leuchten warm im Sonnenlicht zwischen den Bäumen hindurch, Vogelgezwitscher ist neben unseren raschelnden Schritten im trockenen Laub das einzige Geräusch. Wir geniessen diese friedliche Stimmung zutiefst, denn die letzte Nacht war alles andere als ruhig: Bis um 1 Uhr nachts hielt uns die Karaoke-Bar oberhalb unseres Hotelzimmers vom Schlafen ab und morgens um 7 weckte uns die Baustelle neben unserem Fenster ebenso gnadenlos wieder auf… Umso schöner ist es, einige Stunden in dieser ruhigen Oase zu verbringen. Besonders eindrücklich sind die vielen Bäume, deren Wurzeln über Jahre hinweg ihren Weg zwischen die Backsteine gefunden haben und die uns fragend zurücklassen, wer denn nun hier wen stützt.

Am Sonntag fahren wir noch die verbleibenden 150 Km bis Siem Reap, wo wir die weltberühmten Tempel von Angkor Wat besuchen – davon aber mehr im nächsten Bericht.

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