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08.03.2020

Berg und Tal in Laos

Ein neues Jahr in Laos! 2020 fängt in ganz Asien mit einer rasanten Talfahrt an. Mit dem Ausbruch des Corona Virus schlittern inmitten der Hochsaison die Touristenzahlen in ungeahnte Tiefen. Für uns treffen die titelgebenden Berge und Täler glücklicherweise nur im ganz physischen Sinne zu, im Rahmen von zwei wunderschönen Wanderungen auf den Phuphangam Mountain.

Nach unserem letzten Besuch im Oktober nimmt unser gewohntes Leben in Luang Prabang seinen Lauf. Es wird Winter, es wird kalt, es wird Weihnachten, es kommt ein neues Jahr. Wir geniessen die kühlen Tage, wickeln uns morgens in einen warmen Schal und trinken einen dampfenden Kaffee im Garten, bevor die erste Sonne über die Mauer blinzelt und wir zur Arbeit müssen. Wobei von «müssen» kaum die Rede sein kann. Wir geniessen beide unsere Arbeit sehr. Was wir tun, ist abwechslungsreich, spannend und lehrreich und wir schätzen uns glücklich, sinnvolle und erfüllende Tätigkeiten ausüben zu können. So sehr, dass ein grosser Teil unserer Freizeit mit ähnlichen Projekten gefüllt ist. So unterstützen wir unsere Freunde aus dem Töpferdorf mit einem Video bei ihrer Crowdfunding Kampagne, mit der sie Geld für einen neuen Töpferofen sammeln. Joséphine unterstützt ein paar Läden mit kleineren ehrenamtlichen Einsätzen für grafische Anliegen, und im Februar setzen wir gemeinsam ein Webseitenprojekt um, welches die lokale Community über die aktuellen Luftverhältnisse informiert. Die Luftverschmutzung ist – wie jedes Jahr im Frühling – wiederum ein grosses Thema, da die Bauern ihre Reisfelder abbrennen und dadurch ganz Südostasien in Smog versinkt.

Mit dem Ausbruch des Coronavirus fallen dann Ende Januar – eigentlich noch mitten in der Hochsaison – die Besucherzahlen in Laos drastisch.

Abseits des Computers rufen Gartenarbeiten. Seit wir vor 2 Jahren in das blaue Häuschen gezogen sind, hat sich einiges getan und aus dem einstigen staubigen Parkplatz ist eine kleine Oase geworden, die von vielen Schmetterlingen besucht wird. Joséphine nimmt einige Holzarbeiten in Angriff, unter anderem restauriert sie in unserer Garage einen alten Schrank, der nun als Kleiderschrank dient.

Dazu haben wir die Gelegenheit, mehrmals den schönen Phuphangam Berg zu besuchen, wo wir ja bereits im Herbst ein Wochenende verbracht haben. Der Touranbieter ist ein Kunde von Joséphine, so kann sie ein weiteres Mal die Tour unternehmen um noch mehr Foto- und Filmmaterial zu sammeln. Ein weiteres Mal besuchen wir den Berg mit einer Gruppe Freunde, um gemeinsam einen Geburtstag zu feiern. Es ist interessant zu sehen, wie sich die Vegetation und die Aussicht rund um den Berg im Jahresverlauf stetig ändert und wie die lokale Bevölkerung den Homestay je nach Verfügbarkeit von Materialien unterschiedlich dekoriert. Während im Herbst das ganze Areal mit farbigen Blumen übersät war, treffen wir im Februar auf weiche, flauschige Schilfstängel, die alle Häuser dekorativ verschönern.

Mit dem Ausbruch des Coronavirus fallen dann Ende Januar – eigentlich noch mitten in der Hochsaison – die Besucherzahlen in Laos drastisch. Hotels, Restaurants, Touranbieter – alle klagen über fehlende Gäste, riesige Ausfälle bringen manche an den Rand ihrer Existenz. Und das, obwohl eigentlich in Laos selber noch keine offiziellen Fälle bestätigt wurden. Wir hoffen, dass dies auch so bleibt, denn das Gesundheitssystem hier ist nicht auf solche Situationen ausgelegt. So beginnt für viele hier das Jahr äusserst unsicher, doch hoffentlich geht es von hier aus nur noch bergaufwärts...!


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